Mein theoretischer Hintergrund
Das folgende Zitat beschreibt in kurzen Worten die theoretische Basis, auf der meine Arbeit beruht. Sie leitet meinen Blick auf Menschen und Situationen; und ist halb Haltung, halb Methode.
„Persönlichkeitsentwicklung, Veränderungsprozesse, Umstrukturierung – Wandel hat viele Facetten und begegnet uns in den unterschiedlichsten Formen. Wir alle werden von den Phänomenen des Wandels erfasst. Sie wirbeln unsere Umwelt durcheinander, setzen oder öffnen uns Grenzen und haben einen bestimmenden Einfluss auf uns. Dies ist die eine Seite. Andererseits sind wir autonom, steuern uns selbst, nehmen Einfluss, wählen aus, entscheiden und verantworten unser Tun und Lassen. Manchmal erleben wir unser Handeln als wirksam, manchmal fühlen wir uns ohnmächtig oder überfordert.“ (Was ist TZI, Herausgeber: www.ruth-cohn-institute.org, 2015).
TZI beschreibt den Umgang und die Arbeit mit Menschen in den unterschiedlichsten Handlungsfeldern. … Sie fördert die eigene Handlungsfähigkeit und stärkt die Selbstleitung.
Die wichtigsten dabei zu berücksichtigenden Aspekte finden sich vereinfachend in dem folgenden von Ruth Cohn (…) entwickelten Modell wieder:
Das meist vereinfachte zweidimensionale Modell, das Dreieck im Kreis, ist treffender sich dreidimensional als Tetraeder in einer Zwiebelhülle vorzustellen. So lässt sich das Zusammenwirken der vier Faktoren leichter erfassen und vorstellen.
Es kann helfen, den Blick zu weiten, blinde Flecken aufzudecken.
Es eignet sich als Analyse- und Interventionsinstrument in verschiedensten sozialen Situationen.

Die unterschiedlichen, wirkenden Bedingungen der vier Faktoren sollten möglichst gleichwertig Berücksichtigung finden: hier greift das Bild der dynamischen Balance. ‚Balance halten‘ bedeutet innerhalb dieser Logik die achtsame Bereitschaft zum Gegensteuern.
In meinem Beratungsprozess sollen diese vier genannten Faktoren ebenfalls gleichwertig Berücksichtigung finden.
Zum Beispiel: Bei einer Standortbestimmung hilft es, das Vier-Faktoren-Modell der TZI als Leitfaden zu verwenden und die verschiedenen Aspekte so miteinander in Verbindung zu bringen:
ICH: Wo stehe ich, wie geht es mir, was sehe ich, was ist mir gerade wichtig, was stört mich, wie arbeitsfähig sehe ich mich?
WIR: Wer zählt alles dazu; wie sind die Rollen verteilt; werden alle Rollen im Team wahrgenommen, sind die Rollen klar; wie bin ich Teil des Teams, der Gruppe; wie arbeitsfähig sehe ich uns? Wie kommunizieren wir; wie kooperieren wir?
THEMA: ist das gemeinsame, verbindende Thema offen, klar formuliert und akzeptiert?
GLOBE: was umgibt mich – im engeren und weiteren Sinn (räumlich, privat, gesellschaftlich, politisch)?